Neue Ausstellung in Witzwort : “VERORTUNG “

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(CIS-intern) – Infos zu den Künstlern:

Ausstellung in Witzwort : “VERORTUNG ”
Torsten Richter, Achim Schmacks

Zeitraum: 01.06.2022 bis 31.07.2022

VERORTUNG
Torsten Richter – Fotografie
Achim Schmacks – Malerei

KUNSTHALLE WITZWORT
1. Juni – 31. Juli 2022

Torsten Richter
Die Orte an denen wir leben haben zweifellos einen großen Einfluss darauf, wie wir uns in ihnen verorten.
In einer Zeit zu leben, die sich zunehmend beschleunigt, führt schnell zu einer allzu flüchtigen Wahrnehmung der eigenen Präsenz innerhalb dieser Orte und Landschaften. Das (Un-)Bewusstsein, Teil einer sich ständig in Bewegung und Veränderung befindlichen Natur zu sein, führt häufig zu einer Abgrenzung zu dem, was größer ist als wir.
Was wäre also, wenn man sich die Zeit nähme, die eigentlich niemand mehr zu haben glaubt? Wenn man den Raum, der uns umgibt, einfach nur beobachtet? Sich selbst an den Rand des Geschehens begibt, um die Dinge in ihrer ihnen eigenen Schönheit passieren zu lassen?

Torsten Richter hat sich diese Zeit genommen, um mit dem Medium der Pinhole-Fotografie in der uns umgebenden Küstenlandschaft eben keine Schnappschüsse oder Momentaufnahmen zu machen. Diese Art der analogen Film-Fotografie ist eher ein Prozess, und weniger eine Dokumentation. Belichtungszeiten von bis zu 15 Minuten zeigen Landschaften und Elemente in einem ungewohnten Licht, beeinflusst von der Ästhetik des Piktorialismus, dessen Hauptmerkmal eine Weichheit der Darstellung ist, die den Betrachter aus seinen Sehgewohnheiten herausnimmt. Ohne großes technisches Brimborium entsteht so ein ungewöhnliches Bild der Natur und Landschaft, in der wir leben.”

Achim Schmacks
Mensch und Landschaft sind eine Einheit. Dieser Erkenntnis folgt die Intention von Achim
Schmacks. Seit Beginn der Pandemie schafft er Landschaft. Und zwar ist hier nicht kultivierte
Landschaft gemeint, sondern Landschaft, die der Natur sozusagen zurückgegeben wird, nachdem der Mensch sie kultiviert hat.
Die neuen Arbeiten mit Titeln wie “IM NEBEL”, “NEBULÖS” oder auch “DER ROTE FADEN” zeigen die Entwicklung seiner Arbeiten im Fortlauf der Pandemie.
Schmacks überträgt seine Landschaften auf Papier, schafft Oberflächenstruktur und zeichnet ein Gesellschaftsbild in der Pandemie, das sich durch den Krieg in Europa neu definiert.
Der rote Faden ist Sinnbild für den Faden, den es nicht zu verlieren gilt.

Pandemie-bezogene Zahlen und Fakten drückt der Künstler mithilfe der Druckstärke seiner Bleistiftzeichnungen ab. Schmacks deutet darauf hin, dass das Jahr eine Kopie der Vergangenheit ist und interpretiert seine Wahrnehmung mit Kopien seiner Werke aus dem Projekt “Schafft Landschaft”.
Entstanden sind Arbeiten, die eine diffuse Wirkung haben, eine Landschaft wie im Nebel, Orte, die keine klare Sicht zulassen und Landschaften, die teilweise verschwinden.
Rot ist neu in den Arbeiten des Künstlers, Rot vermittelt das Signal, dass wir wahrnehmen und achten sollen. Während die meisten Säugetiere Probleme damit haben, die Farbe Rot wahrzunehmen, reagiert das menschliche Auge sehr empfindlich darauf. Entsprechend häufig findet diese Farbe Verwendung bei Warnsignalen. Rotes Licht ist durch Nebel weiter sichtbar als andere Farben.

Reimersbude 12
25889 Witzwort

Öffnungszeiten:
Mi. – Fr. 14.00 – 18.00
Sa. / So. 11.00 – 18.00
und nach Vereinbarung!

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