Orkan Xaver – Neue Prognosen: Schleswig-Holsteins Westküste muss mit sehr schwerer Sturmflut rechnen

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Orkan Xaver – Neue Prognosen: Schleswig-Holsteins Westküste muss mit sehr schwerer Sturmflut rechnen
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OLYMPUS DIGITAL CAMERA(CIS-intern) – Nach neuen Prognosen (Stand 5. Dezember, 12:30 Uhr) muss an der Nordseeküste in der Nacht zum Freitag mit einer sehr schweren Sturmflut gerechnet werden. Die Vorhersagen wurden neu berechnet und um circa einen Meter nach oben korrigiert. Die Wasserstände an den Küsten Dithmarschens und Nordfrieslands werden voraussichtlich um ungefähr 3,50 Meter über dem mittleren Hochwasserstand liegen. Damit könnten an einzelnen Pegeln die bisher eingetretenen die Stände des bisher höchsten Hochwassers von 1976 bzw. 1981 erreicht oder übertroffen werden.

„Auf solche Situation haben wir uns seit vielen Jahren vorbereitet. Unsere Deiche sind winterfest und für solche Wasserstände ausgelegt. Respekt vor der Kraft der Naturgewalt sollte man haben, aber wir sind gut gewappnet,“ sagte Küstenschutzminister Robert Habeck heute (5. Dezember).

Foto: Mario De Mattia

Die derzeit vorhergesagten Wasserstände liegen rund 3,50 Meter unter den Kronenhöhen der Landesschutzdeiche, die neben dem Wasserstand auch den Wellenauflauf berücksichtigen. „Gleichwohl wird das weitere Geschehen vom Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN) sorgfältig überwacht“, sagte Habeck. Der LKN ist mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie den Landräten in ständigem Kontakt, um über die Auslösung höherer Alarmstufen zu entscheiden. Beim LKN ist heute der Stab ins Lagezentrum eingezogen.

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Insgesamt sind in Folge des Orkantiefs Xaver drei Sturmfluten zu erwarten. Die erste soll am frühen Nachmittag des 5. Dezember eintreten. In der Nacht sollen die höchste Sturmflut und am Freitag tagsüber die dritte folgen. Aufgrund dieser Folge von Sturmfluten mit voraussichtlich Höchstwasserständen in der Nacht zum Freitag ist mit erheblichen Sandverlusten an den sandigen Küsten auf Föhr, Amrum und Sylt zu rechnen. Auf den Halligen ist nicht auszuschließen, dass überlaufendes Wasser auf die Warften schwappt. „Wichtig ist, dass die erste Sturmflut genutzt wird, um sich für die Nacht zu rüsten“. So habe der LKN den Landräten empfohlen, die Deiche beim ersten Hochwasser am heutigen Nachmittag durch Deichgänger in Augenschein nehmen zu lassen.

Nach der Klassifikation des Generalplans Küstenschutz handelt es sich bei Wasser-ständen zwischen 1,5 Meter und 2,5 Meter über dem Mittleren Tidehochwasser um eine Sturmflut und zwischen 2,5 Meter und 3,5 Meter über Mittlerem Tidehochwasser um eine schwere Sturmflut.

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume


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