BPOL-FL: Wohnmobil mit 18 Flüchtlingen gestoppt – Schleuser flüchtig

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Handewitt (ots) –

Gestern Nachmittag gegen 16.45 Uhr stellte eine Streife der Bundespolizei auf der Autobahn ein Wohnmobil mit italienischen Kennzeichen fest. Während des Anhaltevorgangs auf dem Parkplatz Altholzkrug stoppte der Fahrer abrupt und flüchtete. Es wurde sofort eine Nahbereichsfahndung mit mehreren zusätzlichen Streifenwagen, darunter auch eine deutsch-dänische Streife, einem Diensthund und einem alarmierten Hubschrauber der Bundespolizei durchgeführt. Die Fahndung blieb jedoch erfolglos.

Als die Beamten das Wohnmobil öffneten, schlug den Beamten starker Uringeruch entgegen. In dem Fahrzeug befanden sich 18 Personen, darunter auch Kleinkinder. Alle Personen wurden zur Dienststelle der Bundespolizei verbracht. Da einige Kinder und eine Frau über Beschwerden klagten, wurde vorsorglich der Rettungsdienst hinzugezogen. Die Flüchtlinge wurden zunächst mit Essen und Trinken versorgt.

Die Ermittlungen ergaben, dass der flüchtige Schleuser, die sechs Männer, acht Frauen und die vier Kleinkinder nach Schweden bringen wollte. Es handelt sich bei den Flüchtlingen um palästinensische Frauen und Männer im Alter von 5 bis 68 Jahren sowie eine jordanische Frau. Alle Personen wurden an die Ausländerbehörde übergeben.

Hier zeigt sich erneut, wie skrupellos die Schleuser fungieren. Diese nehmen billigend in Kauf, dass nicht ausreichend Sitzplätze für die Anzahl der Personen in dem Wohnmobil vorhanden waren und im Falle eines Unfalles die Menschen auch zu Schaden kommen können. Zusätzlich war die Tür verschlossen und könnte im Notfall nur von außen geöffnet werden. Sicherheitsgurte waren ebenfalls nicht vorhanden.

Die Flensburger Bundespolizei stellt fest, dass die unerlaubten Migrationsströme in Richtung Skandinavien über die deutsch-dänische Grenze angestiegen sind. Mit diesen Feststellungen deckt die Bundespolizei jedoch nur einen kleinen Teil davon auf. Es konnten in der letzten Woche fünf Schleusungen mit mehr als 40 Personen auf der Autobahn Richtung Dänemark vereitelt werden.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Flensburg Valentinerallee 2a 24941 Flensburg Pressesprecher Hanspeter Schwartz Telefon: 0461/3132-104 o. Mobil: 0160/8946178 Fax: 0461/ 31 32 – 107 E-Mail: bpoli.flensburg.presse@polizei.bund.de http://www.bundespolizei.de

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