Das Haus Peters in Tetenbüll ehrt den exzentrischen Künstler Horst Janssen mit einer Ausstellung

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Das Haus Peters in Tetenbüll ehrt den exzentrischen Künstler Horst Janssen mit einer Ausstellung
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PlakatJanssen(CIS-intern) – Am 14. November wäre der Maler und Grafiker Horst Janssen 85 Jahre alt geworden (1929-1995). Das Haus Peters ehrt diesen exzentrischen und außergewöhnlichen Künstler mit einer Ausstellung, die einen eindrucksvollen Querschnitt seines grafischen Werkes zeigt. Neben Druckgrafiken wie Radierungen und Lithographien werden auch Originalzeichnungen und Beispiele seiner Plakatkunst zu sehen sein.

Im Jahr 1997 fand die erste Horst Janssen-Ausstellung im Haus Peters statt und im gleichen Jahr wurde im Giebelzimmer ein festes Horst-Janssen-Kabinett installiert, in dem als Dauerausstellung die „Eiderlandmappe“ (1980), Radierungen aus der Witzworter Zeit, der Janssenhof (1977) sowie ein repräsentative Auswahl seiner Plakatkunst gezeigt werden.

Die Verbundenheit mit Janssen hat einen sozusagen geografischen Grund: In der Nähe von Witzwort, im Flöhdorfer Weg 4, kaufte Horst Janssen zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Gesche Tietjens, einen der Eiderstedter Haubarge. Als sie mit dem gemeinsamen Sohn Adam schwanger war, zog Gesche mit Mutter Johanna und Großmutter Granny für insgesamt 12 Jahre nach Witzwort. Janssen besuchte sie dort gelegentlich, blieb nach der Geburt des Sohnes Adam im April 1973 sogar etwas länger und kam auch in den nachfolgenden Jahren immer wieder gerne hierher an die Küste.

In der diesjährigen Grafikausstellung wird Horst Janssen möglichst facettenreich präsentiert: Selbstporträts, Landschaften, Illustrationen wechseln sich ab und lassen den Betrachter erahnen, dass hier ein Künstler am Werk war, der von seiner Arbeit besessen war und sich mit fast jedem Thema und Genre auseinandersetzte. Ein egomanisches Genie, das wie kaum ein anderer Künstler seine Spuren in der Kunstlandschaft hinterlassen hat: ungefähr 20000 Blätter existieren – Radierungen, Holzschnitte, Lithografien, Aquarelle, Zeichnungen -, dazu kommen weit über 100 Bücher.

Ausstellungseröffnung: 8. März, 15 Uhr. Es sprechen: Angelika Gerlach, Leiterin der Horst-Janssen-Bibliothek, und Wolfgang Jansen, Vorsitzender Förderverein Haus Peters e.V.
Ausstellungsdauer: bis 27. April 2014

Haus Peters; Dörpstraat 16, 25882 Tetenbüll, Tel.: 04862/681, Fax: 04862/103028; http://www.hauspeters.info, post@hauspeters.info
Öffnungszeiten:
Di. – So.: 14 – 18 Uhr
Feiertage geöffnet außer Karfreitag.
Eintritt frei / Gruppen und Führungen n.V. (1,50 € pro Person)

Weiterführende Infos unter:
Dr. Katrin Schäfer, Tel.: 04841-939662; post@hauspeters.info

Kurzporträt:
Das Haus Peters beherbergt einen ehemaligen Kolonialwarenladen aus dem Jahre 1820.
Es ist ein Museum ganz besonderer Art mit dem historischen Laden, der auch heute noch als Verkaufsraum für zahlreiche Produkte dient, mit einer Galerie und wechselnden Ausstellungen. Zum Haus gehören mehrere Sammlungen rund um die historische Landhökerei sowie Eiderstedt-Fotografien (1904-1936) von Theodor Möller, einem der bedeutendsten Fotografen Schleswig-Holsteins.

In der Giebelstube befindet sich außerdem das einmalige „Horst Janssen Zimmer“ mit Exponaten des bekannten Grafikers aus der „Eiderland-Mappe“ und dem „Janssenhof“.
Ein Bauerngarten mit seinen für die Region typischen Stauden und Sommerblumen lädt zum Verweilen ein.
In den übrigen Räumen des Hauses finden regelmäßig Sonderausstellungen zu Gegenwartskunst und Kulturgeschichte statt.
Der historische Kaufmannsladen mit seiner gut restaurierten Einrichtung ist die wohl älteste, an ihrem Ursprungsort erhaltene, ländliche Hökerei in Schleswig-Holstein.

Das Haus der Familie Peters, gebaut um 1760 und von etwa 1850 bis 1955 Wohntrakt eines ehemaligen Haubargs, stellt ein wichtiges kulturhistorisches Baudenkmal dar, das Zeugnis gibt vom dörflichen Leben im 18. und 19. Jahrhundert. Der Kaufmannsladen wurde noch bis 1924 von der Familie Peters betrieben.
Neben der originalen biedermeierlichen Ladenausstattung besitzen auch Küche und Wohn- und Schlafstube weitgehend das gründerzeitliche Mobiliar der ehemaligen Hausbesitzer.

Der Besucher hat hier die seltene Gelegenheit, Wohnen und Arbeiten im Umfeld von Dorf und Landschaft, dem Einzugsgebiet der ehemaligen Kundschaft des Ladens, zu erleben.

1991 wurde der Förderverein Haus Peters e.V. gegründet und das Haus in ein kulturelles Zentrum der Region umgewandelt.

PM: Dr. Katrin Schäfer


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