„Betti Kruse macht coolen Motown- und Chanson-Schlager, den in den 60ern und 70ern
leider niemand gemacht hat.“ ByteFM
Betti Kruse steht für Neue Deutsche Beatmusik – und für Unterhaltung mit Haltung. Ihre
Songs sind charmant, eingängig und tanzbar, aber immer mit einem inhaltlichen Biss.
Inspiriert vom geschmeidigen Orchesterklang eines James Last, den genialen Melodien
eines Bert Kaempfert, den schwärmerisch-frechen Texten von Hildegard Knef und den
lässig zurückgelehnten Gitarren der Motown-Ära, schreibt sie gemeinsam mit Produzent
Taco van Hettinga Musik, die ByteFM als „coolen Chanson-Schlager“ beschreibt.
Auf ihrem Debütalbum „Wird schon gutgehn“ treffen Alltagsbeobachtungen auf große
Fragen, Leichtigkeit auf Tiefgang. Die elf Songs vereinen die bereits gefeierte EP Für
alles gibt’s ne Lösung mit brandneuen Stücken – eine Mischung aus augenzwinkernder
Gesellschaftskritik, sehr persönlichen Geschichten und unverblümter Lebensfreude.
Da ist etwa „Jeden Tag da fährt ein Zug“, ein Song über kleine Momente der
Menschlichkeit zwischen Glückstadt und Itzehoe. Oder „Schade“, das den müden Blick
auf unsere Selbstoptimierungsbesessenheit wirft – und auf die Ironie, wenn man selbst
gerade der Falle entkommt, während die Partnerperson mitten hinein taumelt.
In „Die Liebe ist ein mieser Gangster“ kehrt Betti zurück zu ihrer Single-Vergangenheit –
nicht wehmütig, sondern mit einem Augenzwinkern und dem Abstand von zehn Jahren.
„Nur nicht bei Dir“ wiederum ist eine zarte Ode an die Liebe, in der man ganz man selbst
sein darf.
Das titelgebende „Wird schon gutgehn“ blickt mit heiterer Selbstironie auf das
Älterwerden: Wenn das Leben zu glatt läuft, droht es langweilig zu werden – da sind
kleine Stolpersteine vielleicht gar kein Schaden. Und in „High“, dem wohl intensivsten
Stück des Albums, erzählt Betti vom kurzen, flackernden Glück einer Frau, die im
Kneipenrausch für einen Moment dem Druck von Chef, Gesellschaft und Alltag
entkommt – kein Happy End, aber ein ehrlicher Blick auf kleine Inseln im Ozean der
Routine.
Musikalisch fühlt sich das Album an wie eine beschwingte Mittagsstunde für
Liebhaber*innen analoger Streichquartette, fulminanter Bläsersätze und einer Portion
Nostalgie – allerdings ohne in der Vergangenheit stecken zu bleiben. „Der deutsche
Chanson-Schlager hat eine neue, vielleicht sogar seine erste Botschafterin“, hieß es
bereits beim Reeperbahn Festival 2024. Am 7. November 2025 erscheint „Wird schon
gutgehn“ beim Hamburger Label Backseat – ein Album, das beweist, wie man
Unterhaltung mit Haltung macht.
Eintritt: VVK 18 € zzgl. Gebühren / AK 25 € // unbestuhlt
Foto: Matshoff



