Ein letztes Mal: Folk trifft Punk, Ost trifft West. Ihre Musik – ob die aberwitzigen
Coverversionen von The Smiths, den Sex Pistols und Kraftwerk bis zu Motörhead auf
Ukrainisch oder die ukrainischen Volkslieder in Punkversion – wurde schon im Weltall
und in einem Nike-Spot mit Stabhochsprunglegende Sergey Bubka gefeiert sowie zum
legendären Glastonbury-Festival und vor 75.000 Menschen auf dem Maidan.
Alles begann mit der Idee der englischen Band „The Wedding Present“, für die BBC eine
der legendären Peel-Sessions nur mit ukrainischen Folksongs einzuspielen. Es folgte
eine zweite Session, und das daraufhin unter dem Namen „Ukrainski Vistupi V Johna
Peela“ veröffentlichte Album wurde mit 70.000 verkauften Kopien ein großer Erfolg. Die
Idee für diesen ukrainischen Ausflug der Indiepopper hatte Gitarrist Peter Solowka, der
zusammen mit seinem Geige spielenden Freund mit der Tenorstimme, Len Liggins, und
Roman Remeynes an der Mandoline 1991 The Ukrainians gründete, dem Jahr in dem
die Ukraine ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion erklärte. Alle drei Musiker
verbanden ukrainische Wurzeln.
Im Jahr 2026 werden The Ukrainians ihre letzten Konzerte spielen und lassen es neben
einer großen UK-Tour und einigen Festivalauftritten auch in Deutschland nochmal
ordentlich krachen. Len Liggins, Mitgründer, Sänger und Violinist der Ukrainians: „Bis
hierher war es eine lange, fantastische Reise, die uns 25 Jahre per Zug, Flugzeug oder
verbeultem Minivan zu immer neuen Orten geführt hat. Unsere Musik ist entstanden aus
dem Aufeinandertreffen von Ost und West, von Britischem und Ukrainischem, was sich
auch in den Genen der Band widerspiegelt. Einige unserer Bandmitglieder haben
ukrainische Wurzeln, andere nicht. Das Ergebnis ist ein musikalischer Hybrid, der aus
dem Verschmelzen verschiedener Kulturen entstanden ist. Wir spürten immer den
Drang, unsere eigenen Lieder zu schreiben. Da unsere Haupteinflüsse ukrainische
Folkmusik und westliche Rockmusik sind, fühlt es sich für uns natürlich an, unsere
Gedanken und Emotionen in diesem hybriden Stil aufzunehmen. Wir spielen auch
traditionelle ukrainische Folksongs, von denen es Tausende gibt, die zum Teil vor
Jahrhunderten von Menschen geschrieben wurden, deren Kultur oft unterdrückt wurde
und deren einziges politisches und emotionales Ventil das Lied war.“
Eintritt: VVK 14 € zzgl. Gebühren / AK 17 € // unbestuhlt
Foto: Sergej Babku



