Von Hexen, Henkern und durchgeknallten Weibsbildern

Add to Flipboard Magazine. -

Wann

10.01.2026    
14:00 - 15:00

Wo

Schloss vor Husum
Schloßstrasse, Husum, 25813

Veranstaltungstyp

Am Samstag, den 10. Januar um 14:00 Uhr führt Reinhard Boucsein in der Rolle des Henkers durch das Schloss vor Husum. Anschaulich berichtet er über das Berufsbild des Scharfrichters im 16. und 17. Jahrhundert. Die Arbeit des Henkers beschränkte sich nicht nur darauf, das Todesurteil zu vollstrecken. Auch medizinisches Allgemeinwissen, die städtische Müllentsorgung und Kontrolle der gefallenen Mädchen gehörten zu seinen Aufgaben. Während der Henker einerseits als unehrlich verachtet und aus der Gesellschaft ausgestoßen wurde, gelangte er doch häufig zu Reichtum und Einfluss. In diesem Spannungsfeld beleuchtet Till Zimmermann auch den damaligen Umgang mit vermeintlichen Hexen und Zauberinnen und deren Verfolgung.

 

Sowohl Peter Goldschmidt, der die Hexenverfolgung in seinem Buch „Der höllische Morpheus“ vorantrieb, als auch Paul Ipsen, dessen Doktorarbeit das Ende der Hexenverfolgung einleitete, kamen aus Husum. Verglichen mit den großen Verfolgungswellen in Bamberg oder Würzburg wurden in Nordfriesland jedoch wenige Frauen der Hexerei angeklagt. Weitere Themen sind unter anderem die Kindsmörderinnen, die Mystikerinnen und – mit einem Ausblick in das 19. Jahrhundert – der Rebell Harro Harring, die alle auf ihre Weise Husum in Atem hielten. 

 

Die Führung wird für Personen ab 15 Jahren angeboten.

 

Bitte melden Sie sich verbindlich an unter

Tel. 04841-2545 oder

per E-Mail: kasse@museumsverbund-nordfriesland.de.

 

Dauer:                        1,5 Stunden

Eintritt:                       15 € pro Person (inkl. Eintritt)

Nächster Beitrag

ER - jetzt wird’s MERZWÜRDIG! im KulturKeller Husum

Stephen KINGs ES ist vielleicht besiegt, aber keine Sorge: Der Nachfolger ist schon da und trägt den klangvollen Namen Friedrich Merz. Wer hätte gedacht, dass das wahre „Gruselwesen“ unserer Zeit ein 1,98 Meter großer Teutone ist. Reiner Kröhnert, der Meister der bissigen Parodie, bringt uns genau diesen Friedrich Merz auf […]