Harrislee (ots) – Gestern Nachmittag stellte eine Streife der Bundespolizei auf der Autobahn in Richtung Dänemark zwei Fahrzeuge mit italienischen Kennzeichen fest. Das erste Fahrzeug, ein Lancia, ignorierte die Anhaltesignale der Bundespolizisten, konnte aber schließlich kurz vor der BAB Abfahrt Harrislee gestoppt werden. Im Fahrzeug saßen sieben Personen. Der Fahrer wies sich mit einer rumänischen Identitätskarte aus, die Mitfahrer legten syrische Reispässe ohne Visum vor.
Das zweite Fahrzeug konnte durch eine hinzugerufene Streife der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn (Landespolzei, Bundespolizei, Zoll) ebenfalls gestoppt werden. In dem Chrysler Voyager saßen insgesamt 12 Personen.
Da hier der Verdacht von zwei Schleusungen vorlag wurden alle Personen zur Dienststelle der Bundespolizei verbracht. Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden rumänischen Fahrer hier als Schleuser fungierten und die insgesamt 17 Flüchtlinge nach Dänemark bringen sollten. Bei den Geschleusten handelt es sich um fünf Männer (18 bis 36 Jahre), drei Frauen und neun Kinder im Alter von 1 bis 9 Jahren. Da sie über Durst klagten, wurden sie sofort mit Getränken versorgt.
Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurden sie an die Ausländerbehörde übergeben.
Der 58-jährige rumänische Schleuser wurden dem Haftrichter vorgeführt, da er bereits zuvor Schleusungen durchgeführt hatte. Bei dem zweiten 43-jährigen Schleuser sah die Staatsanwaltschaft Flensburg keine Fluchtgefahr.
Hier zeigt sich erneut, dass die Schleuser keine Rücksicht auf ihre “Fahrgäste” nehmen. Hier wurden Sicherheitsvorkehrungen im Fahrzeug (12 Personen auf 7 Sitzen) ignoriert und Getränke wurden ebenfalls nicht bereitgehalten, obwohl Kinder dabei waren.
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