Speicher Husum: Slam am Sonntag und Vortrag zum Thema Sinti und Roma kommende Woche

Add to Flipboard Magazine.
Teilen
Bewerte diesen Beitrag

(CIS-intern) – Neben viel Musik die nächsten Tage haben wir noch zwei interessante Termine im Speicher Husum für den Mai vorzustellen: Am Sonntag d. 26. Mai heißt es: „Slam Poetry und Live-Zeichnung – Die Tonbänder des Ignaz Euling“- Es zeigt uns ein Bühnenhörspiel mit Livezeichnungen von Theresa Hahl, Temye Tesfu und Mehrdad Zaeri.
Das Hörspiel kennt man meist nur als Tonband. In der Inszenierung der beiden Spoken Word-Künstler Temye Tesfu und Theresa Hahl findet es endlich auch Einzug auf die Bühne, begleitet durch Live-Illustrationen von Mehrdad Zaeri.
„Die Tonbänder des Ignaz Euling“ sind eine Verdichtung des Lebens in einem abgeschiedenen Dorf, in dem ein Tonband selbst Dreh-und Angelpunkt der Handlung wird und Einblicke in die Geheimnisse der Bewohner gibt, von denen scheinbar jeder einzelne irgendetwas zu verbergen hat. Ein Dorf mit seinen großen Kleinstadtverbrechen wird hier einmal aus ganz anderen Augen betrachtet und am Ende verheddern sich die Charaktere in ihren eigenen Tonbandschlaufen.

Sonntag 26. Mai 2013
Speicher Husum ab 20 Uhr

…und am Donnerstag:
Es gibt ein WOHER – aber kein WOHIN!
Info-Veranstaltung mit

Renate Schnack, Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein; Matthäus Weiß, Landesvorsitzender der Sinti & Roma; Torsten Döring, Referent und Stellvertreter des Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein
Wie leben die Sinti und Roma in Schleswig-Holstein und wie ist ihre Perspektive? Die europäischen Roma wurden während der absolutistischen Herrscherzeiten im Balkangebiet hauptsächlich als Sklaven verteilt. Jahrhundertelang verweigerte man ihnen das Niederlassungsrecht. So entstand das Klischee vom „Wandervolk“. Gemeinsam mit den Juden wurden die Roma von der Kirche verfolgt und von der Obrigkeit zu „Freiwild“ erklärt, das bedeutete wiederum stetige Flucht. Während der Nazi-Zeit wurden die Roma als „kriminelle und asoziale Rasse“ gebrandmarkt, die zum Verschwinden gebracht werden musste. Über eine halbe Million Menschen wurde in den Konzentrationslagern ermordet. Die Jahrhunderte lange Verfolgung in Europa hat Spuren hinterlassen: fehlende Bildung, Arbeitslosigkeit und fortschreitende Ausgrenzung aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

In Kooperation mit dem Bündnis Fremde brauchen Freunde, der Migrationssozialberatung des Kreises Nordfriesland und der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland in Husum

Donnerstag 30. Mai 2013 ab 20 Uhr
Speicher Husum

Eintritt: 3 Euro

Stellen Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Location jetzt noch besser vor und profitieren auch von der Beliebtheit der Nordfriesland-Online Magazine. Tragen Sie sich ein im neuen und unser bestes Branchenverzeichnis für Nordfriesland!