Schöne Klänge auf dem Tonder Festival – Eivør und The Lone Bellow live

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Schöne Klänge auf dem Tonder Festival – Eivør und The Lone Bellow live
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tonder-2014(CIS-intern) –  Das Tønder Festival ist stolz darüber noch eine Anzahl Künstler für das diesjährige Festival, das in diesem Jahr seinen vierzigsten Geburtstag feiert, veröffentlichen zu können: The Lone Bellow, Hayes Carll und John Fullbright aus den USA, Oysterband aus England und Eivør von den Färöer Inseln. The Lone Bellow  ist ein Knüller. Die von Kritikern hochgelobte und emporstrebende Gruppe aus Brooklyn, ist wie geschaffen für das Tønder Festival, das wie immer ein gutes Auge für die Namen auf dem Weg nach oben hat. The Lone Bellow reihen sich vornehm an frühere Auftritte in Tønder von neuen amerikanischen Namen wie The Avett Brothers und The Low Anthem an.

Mehrere amerikanische Leckerbissen

Und zu allem Überfluss. Der Songschreiber und Poet Hayes Carll mit Base in Austin, Texas, ist noch so ein Fund und ein kraftvoller, witziger Textverfasser und Performer. Und dann kommt auch das große junge Songschreibertalent John Fullbright mit einem persönlichen Mix aus Folk, Americana, Blues und Country.

 

”Das Programm nimmt wirklich Form an und es ist wichtig für uns, dem Publikum eine gute Mischung von Tradition und Verjüngung zu geben. Mit The Lone Bellow verfolgen wir unsere Ambition neue Namen, die die heutige Musikscene widerspiegeln, zu präsentieren. Und sämtliche Künstler, die wir dem Programm hinzufügen, befinden sich auf einem hohen künstlerischen Niveau, die ausgezeichnet in das musikalische Profil des Festival hineinpassen”, sagt Carsten Panduro, Künstlerischer Leiter des Tønder Festivals

 

Nordstern und Folkrock-Veteranen

Die von den Färöer Inseln stammende Sängerin Eivør rüttelte gründlich das Publikum auf, als sie 2005 zum ersten Mal in Tønder auf der Bühne stand. Natürlich wird Eivør dabei sein, wenn das Festival seinen 40-jährigen Geburtstag feiert. Dies gilt natürlich auch für die Gruppe Oysterband. Die britische Band hat fast so lange wie das Festival existiert und ist ein absoluter  Publikumsfavorit in Tønder.

 

 

KÜNSTLER – FAKTEN:

 

The Lone Bellow (USA)

Mit gewaltigen und kraftvollen Vokalharmonien und einem rohen Folk-Sound, scheint es als ob The Lone Bellow auf den Weg zu den Höhen sind, die The Lumineers, The Civil Wars und Shovel & Rope in den USA erreicht haben. Die Gruppe ist um Zach Williams gegründet. Er wählte die Musik zu einem Zeitpunkt in seinem Leben, als er eine Krise nach dem Reitunfalls seiner Fran bewältigt hatte. Zusammen mit Kanene Donehey Pipkin (Mandoline und Gesang) und Brian Elmquist (Gitarre und Gesang) ließ er sich im kreativen New York-Stadtteil Brooklyn nieder, von wo ein Teil der Inspirationen zu den Texten der Musik stammen.

Im vergangenen Jahr gab The Lone Bellow den selbstbetitelten Debut heraus, produziert von Charlie Peacock, der auch am Pult von The Civil Wars‘ Grammy-gewinnenden ”Barton Hollow” stand. The Lone Bellow bekam gute Kritiken unter anderen in The Rolling Stone und Paste und erreichte außerdem eine gute Platzierung auf der Billboards top 200. Vor allem kann das Tønder Publikum sich auf eine neue spannende amerikanische Band mit einer vielversprechende Zukunft und starken Bühnenshow freuen, und ob nicht viele an 2011 zurückdenken werden, als die Band The Avett Brothers zum ersten Mal das Festival einnahm.

www.thelonebellow.com

 

Oysterband (ENG)

Über 35 Jahre hat Oysterband mit den Traditionen gespielt, und die Gruppe hat sich vom puren Folkrock zu einem vielseitigen Ausdruck bewegt, wo abgeschwächte Nummern die Rock-Explosionen, die immer noch ein Teil der Konzerte sind, ablösen.  Mit June Tabor bekam Oysterband 2012 mehrere Preise für das Album ”Ragged Kingdom”, und im gleichen Jahr konnte man sie auf dem Tønder Festival erleben. Jetzt ist die Oysterband zurück, und mit dabei haben die fünf englischen Folk-Rocker eine Scheibe vom ”Diamonds on the Water”. Die Oysterband besteht aus Alan Prosser, Ian Telfer, Dil Davies, Al Scott und im Vordergrund mit seinem starken Vokal, ist John Jones. Unter den walisischen Minenarbeitern hat es immer Tradition für Männerchöre gegeben, und  in dieser Tradition hat  John Jones seinen musikalischen Hintergrund und auch seine politischen Haltungen. Oysterband ist immer eine gute Liveband, und macht auch in diesem Jahr keine Ausnahme, auch nicht wenn die Band an den besonderen Geburtstagsveranstaltungen teilnimmt.

www.oysterband.co.uk

 

John Fullbright (USA)

Ganz selten tauchen sie zwischendurch auf, die ganz jungen Songschreiber, die irgendwie „flügge“ geboren werden. John Fullbright (geboren 1988) ist einer von ihnen. Schon als er zwanzig wurde, war John Fullbrights ungewöhnliches Talent entdeckt, und man nahm ein  Livekonzert Heimspiel 2009 auf, das das Ziel hatte ihn ein Jahr später auf dem Folk Alliance zu präsentieren. Das Ziel wurde erreicht und viel mehr als das. Viele Auftritte folgten schnell nach der CD ”Live at the Blue Door”. 2012 benötigte Fullbright nur drei Stunden zusammen mit einer Backingband, um sein erstes Studienalbum einzuspielen. Das Album ”From the Ground Up” öffnete nicht nur den Weg zum Songschreiber-Mekka Kerrville Folk Festival, es wurde sogar in der Kategorie ”The Best Americana Album” Grammy-nominiert. Wie es die originellsten Musiker kenzeichnet, gehört Fullbright auch nicht ein bestimmtes Genre an. Er ist ganz sein eigener Herr mit einem akustischen Stil, der auf Folk, Country, Pop, Americana, Balladen und anderes baut. John Fullbright begann früh Klavier zu spielen, und seitdem sind mehrere Instrumente hinzugekommen. Auch Wechsel im Stil, Tempo und Themen für die Lieder und verschiedene Instrumentierungen tragen dazu bei, dass Fullbrights Konzerte ungewöhnlich variiert und interessant sind.

www.johnfullbrightmusic.com

 

Hayes Carll (USA)

Zusammen mit den Songschreibern wie Robert Earl Keen und Ryan Bingham trägt Hayes Carll die texanische Outlaw-Tradition weiter. In seinen Texten beschreibt Hayes Carll Menschen am Rande der Gesellschaft, und er ist imstande Liebeslieder mit Biss und viel Humor zu schreiben, wie zum Beispiel in dem Bakersfield-inspirierten Hit ”She Left Me For Jesus”, der mit einpeitschenden Telecasters ein Dreiecksdrama mit Jesus als einen der Teilnehmer beschreibt. Die spätesten Alben sind auf Lost Highway Records herausgeben, die auch Lucinda Williams, Lyle Lovett und Ryan Adams repräsentieren, und es ist weit von den polierten Rheinsteinen und weißen  Westernhütten in Nashville, wenn Hayes Carll mit seiner durchschlagenden Gibson-Gitarre auf die Bühne geht. Musikalisch ist er mehr auf der Wellenlänge mit Steve Earle, der in diesem Jahr auch nach Tønder kommt, und mit  John Prine und Townes van Zandt. Hör die Hayes Carll  Wörtern an, er ist ein humoristischer Mann.
www.hayescarll.com

 

Eivør (FO)
Viele erinnern sich an 2005 in Tønder, als Eivør Pálsdóttir (geboren 1983) zum ersten Mal  die Festivalbühne betrat.  Zusammen mit dem kanadischen Gitarristen Bill Bourne lieferte die färöische Sängerin einen Orkan, der drohte die Zeltstangen herauszureißen. Wieder zeigte es sich, dass das Tønder Festival einen Namen gebucht hatte, der auf dem Weg nach vorne  war. Das Album ”Eivør” (mit Bill Bourne) von 2004 und ”Trøllabundin” mit der DR Big Band von 2005 betonen Eivørs Format. Bei dem Danish Music Awards Folk  2006 in Tønder war Eivør der funkelte Stern und in sechs Kategorien nominiert. Sie trug den Preis als dänische Vokalistin des Jahres davon, und das Album ”Eivør” wurde das dänische Songalbum des Jahres. Seit damals sind Musikpreise von den Färöern, Island und Dänemark nahezu über die färöische Musikerin geregnet. Die Natur der Färöer ist ein Teil von Eivørs künstlerischen Fundament. Das gleiche gilt für die Kultur der Färöer mit der Gesangtradition, Kirchenliedern und die überlieferten Geschichtenerzählungen. Das Tønder Festival hat mehrere Male die Auftritte von Eivørs genossen, und es ist ganz natürlich diese große nordische Stimme im Programm 2014 dabei zu haben.

www.eivor.com

Im Programm bis auf weiteres:

Steve Earle (USA) – The Lone Bellow (USA) –  Runrig (SCO) –  Alan Doyle Band (CAN)– The Stray Birds (USA) – Deer Tick (USA) – Seth Lakeman (ENG) – Skerryvore (SCO) – Oysterband (UK) – Julie Fowlis (SCO) – Hayes Carll (USA) – John Fullbright (USA)  – Le Vent du Nord (CAN)  – We Banjo 3 (IRL) – Eivør (FO) – Eileen Ivers & Immigrant Soul (USA) – John McCusker, John Doyle, Michael McGoldrick (SCO/US/GB)  –  Lynched (IRL) – Folkeklubben (DK) – The Outside Track (CAN/SCO/IRL) – Chuck Brodsky (USA)

Tønder Festival 28. – 29. – 30.- 31. August 2014

Website: www.tf.dk
Facebook: https://www.facebook.com/tonderfestival