POL-FL: Kreis Schleswig-Flensburg & Nordfriesland – Achtung: betrügerische reisende aufdringliche Bettler

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POL-FL: Kreis Schleswig-Flensburg & Nordfriesland – Achtung: betrügerische reisende aufdringliche Bettler
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Husum, Niebüll, Flensburg, Schleswig, Kappeln (ots) – Freitag, 07.11.14, bis in die Nachmittagsstunden, alarmierten mehrere aufmerksame Anrufer die Kooperative Regionalleitstelle über Notruf 110, nachdem sie im Kreis Nordfriesland und im Kreis Schleswig-Flensburg von offenbar aus Südosteuropa stammenden Männern in aufdringlicher Weise unter einem Vorwand um Geld gebeten worden sind.

Sie umstellten Passanten, wurden aufdringlich und hatten vermeintliche Spendenlisten dabei oder einen „üblichen“ Hinweiszettel, dass z.B. ein Haus in Rumänien abgebrannt sei.

Tatverdächtige junge und modern gekleidete Männer wurden gesichtet aber auch ungepflegte über 40-jährige Männer südosteuropäischen Erscheinungsbildes.

Auffällig waren die Bettler unter anderem in Husum (NF) und im Bereich SL-FL in Langballig, Grundhof und Schleswig.

Diese geläufige Vorgehensweise ist bekannt – immer unter anderem Vorwand machen Tätergruppen auch mithilfe von beschriebenen Kartonstücken oder Zetteln auf Ihr Anliegen aufmerksam und geben damit Bedürftigkeit vor (zB Spenden zugunsten Überschwemmungen, Blindenhilfe, Armut), die bislang in keinem Fall konkret nachvollzogen werden konnte. Vielmehr kommt es im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten gelegentlich im Vorwege zu derartigem Bettelverhalten und kann als Vorbereitungshandlung (zB durch Ausspähen) bewertet werden. Vor allem gutgläubige ältere Menschen werden aufgesucht, gelegentlich auch nach einem Bankbesuch oder in Einkaufszonen derart angesprochen.

Bekannt ist auch, dass insbesondere derartiges Bettelverhalten mit Trickdiebstählen im Zusammenhang steht und oftmals von reisenden Tätergruppen angewandt wird – wie zB das Ausspähen von Bargeldmitteln zwecks späteren Diebstahls, Wechselgeldbetrug oder direktes Entwenden von Bargeld oder der EC-Karte durch Abdecken oder Ablenken bei Herausgabe der Spende und Hineingreifen in die Börse.

Bislang ergaben sich keine Hinweise, dass die Bettler tatsächlich für eine imaginäre Hilfsorganisation sammeln würden. Sie werden von den jeweils eingesetzten Beamten im Antreffungsfall kontrolliert, überprüft und bei Fällen ohne strafbaren Vorwurf aufgefordert, das Bettelverhalten zu unterlassen und sich zu entfernen.

Die Anwohner waren sensibilisiert und meldeten sich in dem Wissen, dass derartiges Bettelverhalten oftmals in Verbindung mit Straftaten, wie folgenden Trickdiebstählen, Betrugstaten und anderen Eigentumsdelikten steht.

Handlungsempfehlungen:

Achten Sie auf Ihre Sachen und Wertgegenstände !

Spenden Sie nur an seriöse anerkannte Vereine und ihnen möglicherweise bekannte bedürftige Personen und beugen Sie somit dem Missbrauch der Herzlichkeit und des guten Glaubens vor. Überlegen Sie gut, wem Sie helfen wollen !

Lassen Sie sich nicht bedrängen, nichts aufschwätzen, nicht ablenken.

Achten Sie beim Zahlen oder Abheben von Bargeld darauf, dass andere keinen Einblick in Ihre Börse haben und verstauen Sie diese langfingersicher – aber zum Beispiel nicht in den Außentaschen oder Einkaufskörben.

Bringen Sie alle Straftaten und verdächtigen Beobachtungen zur Anzeige!

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Flensburg Pressestelle Norderhofenden 1 24937 Flensburg Matthias Glamann Telefon: 0461/484-2010 Fax: 0431/9886442010 E-Mail: pressestelle.flensburg@polizei.landsh.de

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