Nordostseemagazine – Ad Blocker, Veranstalter & Co. – Wer nicht „zahlt“, fliegt raus ?!

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Nordostseemagazine – Ad Blocker, Veranstalter & Co. – Wer nicht „zahlt“, fliegt raus ?!
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fehlbild(CIS-intern) – So, liebe Leser, liebe Firmen, liebe Veranstalter! Nach langer Zeit haben wir uns selbst mal wieder einen Ad Blocker installiert, um mal zu schauen, was bei Benutzern dieser Addons eigentlich von unseren Online-Magazinen noch zu sehen ist. Grund ist ein in den letzten sechs Monaten festgestellter, finanzieller Verlust von etwa 5.000 Euro. Das entspricht in etwa 50% der Jahreseinnahmen bzw. der anfallenden Kosten, die Server, Internetadresse, Anschlussgebühren, Strom usw. entsprechen. Und das, obwohl wir im gleichen Zeitraum von sechs Monaten rund 12% Besucher zugelegt haben.
D.h., derzeit tragen sich die Magazine zwar noch kostenmäßig, aber für „Wasser und Brot“ ist kein Geld mehr über.

Schuld daran müssen wir zum größten Teil den Nutzern der Ad Blocker geben, die ja heutzutage bei 25 – 40 % liegen sollen. Und es ist eben auch falsch, was viele Nutzer dieser Addons behaupten, sie würden ja sowieso keine Werbung anklicken. Das widerspricht sich einfach mit dem tatsächlichen fehlenden Aufrufzahlen der Werbeeinblendungen. Gott sei Dank werden aber unsere eigenen Anzeigen, also alles, was z.B. nicht von Google o.ä. ist, nicht geblockt. Dann könnten wir die Vermarktung unserer Online-Angebote auch einstellen. Und selbstverständlich gehören auch die vermehrte Nutzung von iPhones und SmartPhones dazu, weil dort Werbung derzeit kaum möglich ist.

Auch Veranstalter und Firmen nutzen uns einfach nur aus
Ein weitere Einnahmequelle, die zumindestens einen Teil der verlorenen Einnahmen auffangen könnte, wäre die bessere Beteiligung von Veranstaltern und Firmen, die sich z.B. in A-Z Listen eintragen würden oder eigene Bannerwerbungen schalten. Aber auch diese wollen im Prinzip genauso wie die Ad Blocker Nutzer alle unsere Leistungen (ein Fulltimejob !!) kostenlos in Anspruch nehmen. Unsere Kontaktversuche dazu werden in der Regel einfach ignoriert. Im Gegenteil, es ist schon manchmal recht frech, uns dann einen Tag später wieder einen Packen Veranstaltungshinweise zu schicken. Vielleicht werden unsere Emails auch mal gelesen, bitte?!

Was gegen Ad Blocker und Werbungsverweigerer tun?
Nun könnte man aufrüsten, was auch inzwischen viele Blogger und auch große Unternehmen machen. Ene Lösung wäre, Ad Blocker Nutzer darauf hinzuweisen, das er diesen doch bitte abschalten möge, da sich das Angebot über Werbung finanzieren muß.
Eine weitere Lösung wäre, auf diese Besucher völlig zu verzichten, in dem sie auf eine weiße Seite, eine andere Seite verwiesen oder gleich ins Nirvana geschickt werden.
Wer „umsonst“ lesen will, fliegt einfach raus. Wollen wir das? Nein!

Darum unsere Bitte: schaltet bei unseren Angeboten (und auch bei anderen, die ihr gut findet), doch bitte den Ad Blocker ab. Da wird dann der eine oder andere auch mal wieder eine interessante Werbung sehen. Und den Rest muß man einfach nur ingnorieren.

Was gegen die fehlende Unterstützung von Veranstaltern und Firmen machen?
Da haben wir inzwischen reagiert: Kommerzielle Veranstalter werden von uns vorerst eher stiefmütterlich behandelt. Ihre Termine kommen zwar weiterhin in den Veranstaltungskalender, das sind wir unseren Besuchern schuldig, aber ausführliche Artikel werden weniger werden. Wir werden da eher die nicht so kommerzielle Konkurrenz wie z.B. Soziokulturelle Veranstaltungsstätten, Vereine und private Veranstalter unterstützen. Diese, die oftmals wenig Geld im jährlichen Etat haben, haben uns verrückterweise auch finanziell unterstützt. Da sollten sich die „Großen“ echt schämen.

Besucher, genauso wie Firmen und Veranstalter haben es also jetzt in der Hand, zu vermeiden, das wir technisch wie auch redaktionell nicht aufrüsten müssen und „Krieg“ gegen unsere eigenen Leute führen müssen.

Dieses Problem haben leider viele deutsche Blogger, die oftmals auch von ihren wirklich tollen Angeboten leben müssen. Es stellt sich die Frage, ob es irgendwann wirklich nur noch finanzstarke Großunternehmen im Internet geben wird, die die ewig gleichen Inhalte bieten werden.

PS: Auf sogenannte Fensterwerbung verzcihten wir schon lange. Auch unser letztes Fenster, den Facebook-Aufruf, werden wir entfernen. Allerdings blockt Ad Block ja auch alle Social Media Verlinkungen. Wie bitte sollen wir unsere Besucher überhaupt noch darauf hinweisen, das wir auch bei Facebook, Google+ oder Twitter sind? Die genauso wichtig für unsere eigene Werbung sind?

CIS