Flohmärkte in Nordfriesland und Flensburg – werden es immer mehr?

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Flohmärkte in Nordfriesland und Flensburg – werden es immer mehr?
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(CIS-intern) – Es gibt, wir glauben nicht nur gefühlt, immer mehr Flohmärkte in Deutschland. Und damit auch hier im Norden. Gerade heute haben wir in unseren Veranstaltungskalendern in Nordfriesland und Flensburg weitere Flohmärkte der kommenden Saison eingetragen. Aber das sind weitaus noch nicht alle Flohmarkttermine, die wir im Kalender zeigen, das wissen wir. Neben den inzwischen vielen kommerziellen Flohmärkten veranstalten auch immer mehr private Leute Garagen-Flohmärkte oder kleine Märkte mit den Anwohnern einer Straße.

Woran liegt das eigentlich, fragt man sich da? Auf jeden Fall stellen sich viele der Marktbeschicker nicht „nur so aus Spaß“ oftmals bei Regen und Wind auf diese Märkte, um für ein paar Cent oder Euro teilweise auch alten Schrott zu verkaufen. Es ist inzwischen wohl leider so, das sich viele Mitmenschen damit ein kleines Zubrot verdienen müssen. Entweder reicht die Rente nicht, ein Großteil der Marktbeschicker sind nämlich auch im Rentenalter. Aber auch Familien-Mütter und Väter bevölkern die Stände hinter den Tapeziertischen, weil auch in diesen Familien der Monat länger ist, als der Geldbeutel her gibt. Manche machen das natürlich auch einfach nur, um etwas um die Ohren zu haben. Und wenn dann noch der eine oder andere Euro dabei über ist, ist das ja auch nicht schlecht.

Foto: Mario De Mattia

Und auch die Besucher der Flohmärkte in Flensburg und Nordfriesland haben oft weniger Geld in der Tasche, feilschen wie sonstwas oder kaufen gar nichts. Das Leben ist härter geworden auf den Flohmärkten. Und durch den Boom der Flohmärkte wird natürlich auch der Konkurrenzdruck innerhalb der Flohmarkt-Veranstalter immer größer.

Immer mehr Flohmarkt-Beschicker und Flohmärkte, liegt auch das unter Umständen an einem fehlenden Mindestlohn? Denn konnte früher z.B. ein stinknormaler Arbeitnehmer eine Familie mit zwei Kindern zur Not allein durchbringen, geht das heute bei steigenden Mieten, Energiekosten usw. oftmals gar nicht mehr. Und wenn die Frau keinen kleinen Minijob findet, dann kommt so ein Flohmarktstand gerade recht.

Und was ist mit den Flohmarktveranstaltern? Früher wurde oft behauptet, das wären alles faule Säcke, die keine Lust haben, zu arbeiten und sich damit eine Goldene Nase verdienen wollen. Und heute? Das ist bei den meisten Anbietern wohl auch vorbei. Allzuviel Standgebühren kann man nicht nehmen, dann meckern die Beschicker. Ordnungsbehörden machen immer mehr Auflagen, es muß Werbung gemacht werden, all das kostet erst einmal Geld. Viele haben auch noch, damit zumindestens genügend Geld in die Betriebskasse kommt, einen Imbissstand oder ähnliches. Da braucht man wieder Mitarbeiter, die auch bezahlt werden müssen. So einfach ist es eben doch nicht, sich eine Goldene Nase zu verdienen.

Und wenn dann auch noch mitten im Sommer eine Regenperiode von einigen Wochen einsetzt, dann bleiben die Standleute weg und die Besucher der Flohmärkte sowieso. Da kann es dann schnell mal vorkommen, das ein Veranstalter einen Monat lang praktisch nichts verdient oder sogar noch zusetzt.

Fazit bleibt, Flohmärkte sind für viele Besucher eine schöne Sache, um ein tolles oder seltenes Schnäppchen zu machen, aber man sollte sich auch mal Gedanken machen, warum es soviele Flohmärkte gibt. Aus Spaß machen das eben doch nicht so viele. Und darum, liebe leser, wer noch genügend Kohle in der Tasche hat, kauft, kauft, kauft. 🙂

CIS

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