Deutschlands „Wasserdirektoren“ tagen in Husum

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Deutschlands „Wasserdirektoren“ tagen in Husum
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CIMG5817(CIS-intern) – Unter dem Vorsitz von Schleswig-Holstein tagt von heute (4. September 2014) an die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) in Husum. Bis zum Freitag beraten die Leiter der Wasserabteilungen des Bundes und der Länder, die sogenannten „Wasserdirektoren“, insbesondere die Konsequenzen aus dem Elbe-und Donau-Hochwasser im vergangenen Jahr und die Vorbereitung eines nationalen Hochwasserschutzprogramms.

Unter dem Vorsitz des Abteilungsleiters Wasserwirtschaft des Umweltministeriums Schleswig-Holstein, Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt, werden für die
Umweltministerkonferenz im Oktober die Ergebnisse der Überprüfung der Bemessungsansätze für Hochwasserschutzanlagen fachlich abschließend beraten. Auch die Überlegungen zur Verbesserung der Hochwasservorhersage und Empfehlungen für die Verbreitung von Elementarschadenversicherungen stehen auf der Tagesordnung.

Herzstück für einen besseren Hochwasserschutz ist die Vorbereitung des nationalen Hochwasserschutzprogramms, über das den Ländern zusätzliche Mittel vom Bund in Milliardenhöhe in den kommenden Jahren für überregional bedeutsame Maßnahmen bereitgestellt werden sollen. Das gilt insbesondere für die Hochwasserrückhaltung sowie für Polder oder Rückdeichungen. Hier wird es um die fachliche Priorisierung der Maßnahmen in den Flussgebieten gehen.

Foto: Mario De Mattia

Weitere wichtige Themen sind die Harmonisierung der Umsetzung der europäischen Wasserrichtlinien wie der Wasserrahmenrichtlinie, der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und der Meeresstrategierahmenrichtlinie. Allen Ländern bereitet die Gewässerbelastung mit Nährstoffen aus der Landwirtschaft Sorgen. Hier geht es nicht nur um die Probleme mit den in Vorbereitung befindlichen Mahnverfahren der EU wegen der zu hohen Belastung und mangelnder Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie, sondern auch um Lösungsansätze, um die Einträge von Nährstoffen in das Grundwasser und die Oberflächengewässer zu reduzieren. Wichtig ist hierbei die anstehende Novellierung der Düngeverordnung auf Bundesebene. Dieses Thema ist nicht nur von besonderer Bedeutung für den Trinkwasserschutz, sondern auch für den Meeresschutz. Zunehmend rücken auch Themen zum Schutz des Meeres und der Umsetzung der Meeresstrategierichtlinie in den Blickpunkt der LAWA. Hier gilt es, die erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung eines guten Meereszustands, gerade auch für die Nord- und Ostsee, mit den Maßnahmen der Binnenländer abzustimmen.

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser wurde 1956 als Zusammenschluss der für die Wasserwirtschaft und das Wasserrecht zuständigen Ministerien der Länder der Bundesrepublik Deutschland gebildet. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, zu wasserwirtschaftlichen und wasserrechtlichen Fragestellungen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und Empfehlungen zur Umsetzung zu initiieren, die ein harmonisiertes Vorgehen beim Gewässerschutz und der Gewässerbewirtschaftung in den Ländern ermöglichen.

Landrat Dieter Harrsen begrüßt die Teilnehmer die 148. Sitzung der LAWA am Donnerstag im Kreishaus in Husum. Unter den Teilnehmern ist auch der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft des Bundesumweltministeriums, der Nordfriese Helge Wendenburg.

Weiterführende Informationen zur LAWA sind online unter www.lawa.de zu finden.

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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